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Das war 2008

Aktuell im Dezember


Ein gutes neues Gartenjahr!
ein wunderschönes Geschenk, das Änisbrötli aus einer alten Holzform

 

der nächste Schnee ist da und ein neuer Hofwächter kommt nun regelmässig vorbei. Vor einem Jahr noch schaute ein spindeldürres Gichtkaterchen, etwas grau und mit zerfransten Ohren und tränenden Augen sporadisch vorbei, nun kommt der inzwischen ziemlich stattliche Kater regelmässig. Die Hunde machen ihm keinen Eindruck, aber anfassen lässt er sich leider immer noch nicht. Sein Name: Florian.

Wintergarten die ersten 30 cm Schnee sind bald wieder weg, aber da kommt bestimmt noch mehr. Winter-Sonnenuntergang

 

Die Ernte ist verarbeitet und eingelagert, Kräuter und Chili sind in Öl eingelegt oder getrocknet, Tomaten eingekocht, Sauerkraut in der Stande, Kartoffeln im Keller ...

Der kleine Kühlschrank für die Sämereien platzt wieder aus allen Nähten, Datenbank und Doku werden nachgeführt. 2-jährige Saat-Pflanzen wie Kohl, Randen und Rüebli sind in Töpfen eingeschlagen oder lagern in feuchtem Sand, sie werden nächstes Jahr wieder ausgepflanzt.

 

 


Aktuell im November


Gegen Ende November sind Nachbar's Jungrinder zwar noch draussen, aber es wird zusehends trüber und nebelig (21.11.2008)

 

Gurken ausser Rand und Band!

seitdem das EU-Gurkenkrümmungsgesetz aufgehoben wurde (maximal erlaubte Krümmung war 10 mm Krumm pro 100 mm Gurke), wachsen die jetzt wieder wie sie wollen ...

 

Goldener November (9.11.2008)
Flink werden letzte Knabbereien eingesammelt

 

Renovation geht weiter mit Arbeiten an der kleinen Brücke, die die Nord- und Südseite verbindet. Zwei der alten Eichenbalken bilden die Grundstützen, darüber eine Lage Holzbretter. Über diese werden auch die Elektro- und Bodenheizungsleitungen gelegt. Die Zwischenräume werden mit Schallisolation gefüllt. Als Bodenbelag werden Eichenbretter verwendet, die genau wie die Treppen mehrmals mit Holzöl gestrichen und geschliffen werden. Fehlen nur noch die Abschlüsse rundum und die beiden Geländer.

 


Aktuell im Oktober


Die Ernte geht allmählich zu Ende, die Beete werden mit Mulch abgedeckt. Unverhofft findet sich noch eine Handvoll schöner grosser Stachys, eine Wühlmaus hat wohl eine Knolle mitgenommen und irgendwo in ihren Gängen liegen lassen. Immer noch blühen Ringelblumen und Rosen.

 

Überwinterung: Dutzende Marienkäfer suchen gemeinsam einen Platz zum Überwintern. Sie halten etwa
-10 bis -15°C aus und sind nächsten Frühling im Garten willkommene Blattlaus-Gourmands.
Glücklich, wer genügend Platz für Zierkürbisse hat. Sind viel produktiver als ihre essbaren Verwandten (grrrrr!!!)  und immer für eine Überraschung gut ....

 

Ausgehöhlt! Die ebenfalls hier gärtnernden Vierbeiner (Wühlmäuse und -mäuseriche?)  holen sich ihren wohlverdienten Anteil der Ernte. Haben schliesslich für lockeren Gartenboden und naturreinen Dünger gesorgt. Auch nach bald 15 Jahren halten sich hier "Nützlinge" und "Schädlinge" die Waage, ein Glücksfall.
Aber dass sie ausgerechnet das Rekordrüebli .......

 


Aktuell im September


Grössere und kleinere Hüpfer geniessen die schönen Tage

 
Ein Bilch kommt selten allein (unten das Paar aus dem Gerätehaus). Ausser den beiden Waschküchenbilchen gab's im Haupthaus noch zwei Heizungsbilche, zwei Altküchenbilche und zwei Neuküchenbilche. Und wahrscheinlich hat's im Dach noch zwei und in der Werkstatt. Immer schön paarweise, ziemlich flink, klettern problemlos die Wände hoch und grummeln, wenn ihnen etwas nicht passt. Werden trotzdem sanft ins Freie befördert und - war voraus zu sehen - zum kleinen Brotbackhaus ist's ja nur ein Bilchensprung ...  
Zur Zeit hat's reife Trauben, überall Brombeeren, wilde Äpfel,  Nüsse, Eicheln und nicht zu vergessen: letzte Tomaten und die schönen reifen Bohnenkerne, Saatgut für nächstes Jahr. Genügend Bilchenfutter, um sich noch guten Winterspeck anzufressen. Und Ginsterfarm wird umbenannt in Bilchenburg.


Bilche aus- und Fledermäuse umquartiert. Die lieben Bilchlein sind beim noch offenen Unterdach ins Haus gekommen, haben sich hinter der Isolation durchgegramschelt, sind in der noch nicht fertigen Dusche/Waschküche gelandet und haben sich dort häuslich niedergelassen. Juli / August haben sie meist Junge und wurden deshalb in Ruhe gelassen, aber Winterschlaf in einem zeitweise beheizten Haus geht nicht. Ausserdem - sagen wir's mal so - riechen sie nun doch etwas streng. Also raus, draussen gibt's jede Menge erstklassige Bilchunterkünfte. Nein, das Gerätehaus ist schon von einem anderen Paar besetzt! Bilche gehören in kleine Erdhöhlen, hohle Baumstämme oder Reisighaufen! Hat's hier überall massenhaft! RAUS!

Die kleinen Draculas, kaum 5 cm lang, haben sich als Tagesquartier die Rückseite des Fensterladens ausgesucht. Beim Schliessen suchten sie sich freiwillig ein anderes Zuhause, vermutlich nebenan im allseits beliebten Brotbackhaus.

  
Herbstbeginn mit zuckersüssen Trauben und farbigen Kartoffeln

 


Aktuell im August


Treppen putzen schleifen putzen ölen putzen schleifen putzen ölen putzen schleifen putzen ölen putzen - FERTIG
Bad & Schlafzimmer es wird gestrichen und getäfert bis in die Nacht hinein

Küche gibt es noch keine, aber die gute alte Kochkiste kommt wieder zum Einsatz. Wenn gekocht wird, dürfen die Hunde nicht in die Küche, ausser zum Wasser trinken. Seither haben die immer einen solchen Durst sobald's ans Kochen geht ...

 

Die Bilche toben im Gerätehaus herum und fressen sich ihren Winterspeck mangels Tomaten mit reifen Erbsensamen an. Schwarze Urperle war das, und Verpackung nutzte nichts.
 

Im Garten wachsen Kürbisse in Schlangenform, Paprikas in Herzform und übersehene Zucchinis in Keulenform.

 

Treppeneinbau Anfang August wird auch die zweite Treppe eingebaut, im Vordergrund immer noch die Hilfstreppe.
Ausserdem: das Streichkonzert geht los
und die Fenstersimse werden eingeklebt und verfugt

 


Aktuell im Juli


Treppeneinbau Ende Juli wird zuerst die obere Treppe montiert. Aus statischen Gründen kann sie nicht mittig zwischen den Balken angebracht werden und erhält so zwei unterschiedliche Geländer. Die untere Treppe steht noch im Werk und wird Anfangs August eingebaut werden.

 

Bilchalarm! Die futtern nicht nur Tomaten weg, sondern auch die kostbaren Samen derjenigen Erbsen-, Bohnen- und Kefensorten, die dieses Jahr vermehrt werden sollen. Und zwar genau dann, wenn diese richtig gut reif und trocken sind. Schnell einpacken!

Kürbisse wuchern in die Länge und in die Höhe. Der Hörnchenkürbis rechts hat den Rosenbogen erklommen. Die kleinen Früchte können roh gegessen werden und schmecken wie Gurken (auch Inkagurke, Cyclanthera pedata)

eine alte Hauswurz blüht

Eine Kreuzspinne spannt ihr Netz zwischen den Bohnenstangen

 

Renovation: aus den Papierplänen und Holzbrettern ist eine Treppe entstanden. Ein Geschenk des Treppenbauers: der schöne alte Eichenbalken, an dem das Geländer befestigt werden wird. Noch steht die Treppe im Werk, bald wird sie im Haus montiert. Sie wird vom EG ins erste Stockwerk führen.

 

Turmfalken ausgeflogen: innert kurzer Zeit sind aus den weissen Flaumbällchen Jungvögel geworden. Links unten am 23.6.2008 bei der Fütterung, rechts die fünf Jungtiere eine Woche später. Anfang Juli sind sie ausgeflogen.
 


 

Fotos mit freundlicher Genehmigung Elmar Ackermann, BZM Muttenz

 


Aktuell im Juni


 

Junge Turmfalken im Nest: Ohne zu stören kann hier der Vogel des Jahres 2008 bei der Aufzucht der Jungen beobachtet werden. Um eine Fütterung mitzubekommen braucht es etwas Geduld, aber das Warten lohnt sich:

http://www.turmfalke.ch/live_cam.htm

Foto mit freundlicher Genehmigung Elmar Ackermann,
BZM Muttenz

 

Die Renovationen gehen wieder ein Stückchen voran

Nichts in diesem Haus entspricht irgend einer Norm. So müssen auch die Treppen speziell gefertigt werden.
< Plan im Massstab 1:1
das Holz für die Stufen liegt
bereit
Hilfstreppen ersetzen die Leitern

Elektrisch ist aufgeschaltet, es gibt Licht und Strom im Haus
Das Hauswasserwerk kann endlich in Betrieb genommen werden, es gibt fliessendes Wasser.

Leider sind die meisten Verbindungen des Schweizer Qualitäts-Wasserwerks undicht. Teflonband taugt absolut nichts, wirklich dicht wird's nur nach altmodischer Art mit Hanffasern. Kalte Duschen gab's auch schon (merke: keine Schlauchverbindungen öffnen, solange noch 3 Bar Druck auf dem System sind; merke: wenn das Entlüftungsventil klemmt, eins draufhauen)

 

Fingerhut im Nebel (Digitalis purpurea)

    
Chili und Paprika sind im Gegensatz zu den eher mickerigen Tomaten dieses Jahr gut gekommen und tragen bereits unreife Früchte: Bresse Paprika und Romanian Rainbow in der "Topfplantage", Tequila Sunrise und Herzförmiger Roter im Freiland.

Mischkultur Bild links Erdmandeln, Kopfsalat Brune Percheronne, Kartoffeln Cusoi und Erbsen Aldermann
Bild rechts Kopfsalat Speckled und Batavia Rouge Grenobloise, abwechselnd Weisskohl January King und Randen Yellow Cylindrical, in der Mitte Trockenbohne Rote Montezuma, rechts Red Danish und Winterblumenkohl und dann nochmals Speckled

 


Aktuell im Mai


 

das waren die Anderen ...

 

unten:
fleissiges Jäten bringt das Gemüse wieder zum Vorschein

 

Eine winzige Erdkröte versteckt sich unter der Schwelle des Gerätehäuschens. Wie klein sie ist, zeigt erst der Vergleich mit einer normalen Baumschere. Später, als ausgewachsene "hässliche Kröte", wird sie dafür sorgen, dass ich äusserst selten Probleme mit Schnecken in meinem Gemüsegarten habe (im Gegensatz zum Stein-Kräuterbeet, siehe oben). Direkt neben dem Gemüsegarten gibt es für sie alte Reisig- und Holzhaufen, kleine Tümpel, lichte Gehölze und Naturwiesen.

Mitte Mai: die Tomaten sind ausgepflanzt, auch die "Extraportion für die Bilche" (Danke Bo!) die ich zusätzlich erhalten habe.   
Der dicke Bilch sieht übrigens verdächtig ähnlich aus wie derjenige, der letzten August die Erbsennetzschachtel zum Nest für seine Jungen umfunktioniert hat. Dieses Jahr hat er sich für die Kartoffelsäcke entschieden.

 

Wildbienen haben die Wasserabzugslöcher in den Fenstern entdeckt und benutzen sie zum Nisten

 

unten:
Raritäten vom Pflanzenmarkt des Naturschutzverbandes
Dunkle Akelei (Aquilegia atrata)
Goldmajoran (Origanum vulgare Aureum)
Blutampfer (Rumex sanguineus)

 

Anfang Mai: es scheint nun doch noch Frühling zu werden

Klimmzug -  dann an der Sonne dösen

 


Aktuell im April


Die letzten Apriltage:

endlich ist der Boden soweit abgetrocknet, dass die Salatsetzlinge ausgepflanzt werden können. Viel zu spät und alle gleichzeitig.

Die Etagenzwiebeln wachsen trotz Dauerregen und Kälte

Der erste Siebenpunkte-Marienkäfer 2008

endlich! 12. April

 

27.3.2006 6.4.2007 29.3.2008  

 


Aktuell im März


eine Woche nach Ostern: kitschig schönes Frühlingswetter aber nix mit Garten

Ostern

 

Frühling?
So wirklich nach Frühling sieht's hier überhaupt noch nicht aus. Kümmerliche Schneereste und nasse Gartenerde, Zeit, um im Haus weiter zu arbeiten:

 

Balken putzen bis zum Umfallen
Das alte Eichengebälk ist noch mit Holznägeln verzäpft und trägt die Zeichen der Zimmerleute. Während beinahe 150 Jahren konnten sich nun darin Staub, Heublumen, Flechten, Sand, Holzmehl und sonstiger Dreck sammeln, als neueste Schicht noch das Steinmehl der Plattenleger.

Infrastruktur einst und heute immer noch / auch noch
Auf der abgelegenen Farm gab es ursprünglich weder Strom noch fliessendes Wasser. Natürlich auch kein Telefon, kein Radio und weder Glotze noch Internet. Der Empfang für Mobiltelefone ist hier mässig, im Garten zeitweise, im Haus nicht möglich.

In einiger Entfernung verläuft eine Telefonleitung mit sehr begrenzter Kapazität. Es ist jedoch nicht möglich, eine verbindliche Zusage für eine Zuleitung zum Haus zu erhalten, und möglicherweise wäre die Leitung auch nicht internettauglich.
 

<< Überlandleitung Telefon
<  78 U/min für Schumann, Cortot und His Masters Voice

Einzige Möglichkeit ist eine Verbindung via Satellit, für TV bereits länger bekannt. Seit Beginn 2008 ist neu auch eine 2-Weg Kommunikation via Satellit für Internet, Radio und Telefon zu halbwegs erschwinglichen Preisen möglich. Für ca. 20 Euro/Monat gibt's download mit 256 kb/s und upload mit 64 kb/s. Schneller kostet mehr. Viel mehr.

<< Satellitenschüssel
<  5400 bis 10000 U/min für Festplatte, Programme und Daten

 


Aktuell im Februar


Baureinigung & erste Einrichtungen

jedes Eckchen und jedes Schräubelchen ist dick mit Steinstaub bedeckt (Bodenplatten wurden trocken im Haus geschnitten).
Selbst die Unterseite der Balken ist mit einer dicken Staubschicht verklebt.

 

Für das Kämmerchen wurde aus alten Eichenbrettern ein neues Treppchen gebaut. Unter dem alten Putz befand sich ein Türrahmen aus Sandsteinen und eine halbtiefe Stufe. Diese wird durch die halbe obere Stufe des Treppchens ergänzt.

ps: die Wände warten immer noch auf einen Anstrich ....

 

Frostkeimer (Kerbelrübe), Winterblüher und erste Frühlingsanzeichen

Christrosen werden zwar meist wie links abgebildet, aber um sie so zu sehen, muss man auf den Boden liegen. Aus Normalperspektive sehen sie aus wie hier rechts.

 

So entstehen neue Sorten:
<- bei ebay gefunden: ein hier kopiertes Bild der Ackerbohne "Karmesin" mit roten Blüten, copyright wurde weg geschnitten und das Ganze als "Grossbohne Lötschental" verkauft. Die Lötschentaler hat weiss-schwarze Blüten.
Die Originale können hier besichtigt werden.
 
Nine Star Perennial: Eigentlich wäre dieser Kohl so etwas wie ein mehrjähriger Broccoli. 2007 gepflanzt, würde er dieses Jahr früh essbare Sprossen bilden. Bei einer Höhe von über einem Meter würden auch die Feldhasen nicht drankommen, oder höchstens an die untersten Blätter. Dachte ich.

 


Aktuell im Januar


Brunnenkresse: Ende März 07 versuchsweise in einen Topf ausgesät und nach der Keimung im Brunnen versenkt. Trotz häufiger Ernte überwucherte die Kresse schliesslich den gesamten Brunnen und wurde im November kräftig zurück geschnitten. Auch bei Minusgraden treibt sie bereits wieder neue Blättchen, eine frische, kräftige Zutat für den Wintersalat!
 
Gartenplan 2008: Er ist schon bald fertig, und wie jedes Jahr ist der Garten im Januar wieder zu klein. Zu gross wird er erst gegen Mitte Juni, beim Jäten.

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