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Kohl, Meerkohl, Markstammkohl & KohlrabiFeinschmeckersorten, dekorative Kohlpalmen, meterhoher Markstammkohl - diese Art hat viel mehr an Vielfalt zu bieten, als allgemein angenommen. Kohlpflanzen blühen erst im zweiten Jahr nach dem Anbau und kreuzen sich mit allen anderen kohlartigen Gewächsen (Kreuzblütlern). Die Nachzucht bereitet aber nicht nur aus diesem Grunde einige Probleme. Die frostharten Pflanzen werden im Winter regelmässig von Wildhasen abgefressen, immer so hoch wie Schnee liegt. Bei Schneehöhen von 1 m nehmen die auch locker jeden Zaun. So bleibt ausser dem Spazierstockkohl im Frühjahr meist nichts mehr übrig. Die schönsten Stöcke werden deshalb im Herbst ausgegraben, in grosse Töpfe gepflanzt und hasengeschützt überwintert. Im Frühjahr werden sie zeitig nach draussen an die Sonne gestellt und blühen so lange vor allen übrigen Kreuzblütlern. |
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Blumenkohl |
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Early SnowballSehr alte, populäre Sorte von 1888. Bildet kleine, weisse Köpfe und kompakte Pflanzen. Für Frühjahrs und Herbstanbau. |
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Phenomenal EarlyFrüher Blumenkohl, gedeiht auch an leichter Schattenlage. Schöne grosse Köpfe. |
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Purple of SicilyAlte italienische Sorte mit purpurfarbenen Köpfen die beim Kochen hellgrün werden. Die Sorte ist nicht einheitlich oder verkreuzt, jedenfalls kommen weiss-purpurfarbene Mischformen vor. |
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Broccoli & mehrjährige Broccoli-artige |
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Green Sprouting CalabreseEine altertümliche, grüne Broccoli Sorte von 1880 mit mittelgrossem Haupttrieb und kleineren Seitenröschen. Sehr guter Geschmack. Ernte über längeren Zeitraum. |
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Late Purple SproutingDieser Broccoli wird 2-jährig angebaut. Bei Aussaat im Frühling werden im Spätwinter des nächsten Jahres Knospen gebildet. |
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Nine Star PerennialBrassica oleracea var. italica, mehrjähriger Broccoli, bildet ab dem zweiten Jahr ab April blumenkohlähnliche Sprossen. Sehr grosse Pflanzen über 1 m, bedingt winterhart. Nach der Samenbildung stirbt die Pflanze ab. Sofern die Blütenstände vorher geerntet werden, kann sie bis etwa 5 Jahre alt werden, falls die Wildhasen nicht vorher abräumen. Wird zwar als "mehrjähriger Broccoli" angeboten, ist aber eher ein Markstammkohl. |
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White SproutingBeinahe 10 Jahre hat es gedauert, bis aus dem verkreuzten Originalsaatgut endlich eine Pflanze hervorging, die der Beschreibung entsprach. Dieser Kohl bildet nach Überwinterung im zweiten Jahr ab März Knospen, die wie kleine Blumenkohle aussehen und wie Broccoli zubereitet werden (und auch etwa diese Grösse haben). Daraus entstehen weisse (!) Blüten. |
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Winter RudolphFrühe Broccoli Sorte mit schönen violetten Sprossen. Der Hauptspross ist kleiner als im Laden gekaufte Sorten, zusammen mit den sofort nachtreibenden Seitenschossen kommt man jedoch auf etwa dieselbe Menge. Aussaat eigentlich ab Mai / Juni; nach Überwinterung Ernte ab Februar / März, kann jedoch auch im zeitigen Frühjahr gesät werden. Knospen werden beim Kochen grün. |
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Blattkohl & Federkohl |
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ButterkohlEine feine Sorte mit sehr hellen, gelblichen Blättern. Sie bildet lockere Köpfe, von denen immer wieder die äussersten Blätter geerntet werden können. |
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Dwarf Blue CurledKleiner Federkohl, wird nur etwa 30 cm hoch. Fein gekrauste blaugrüne Blätter, sehr wohlschmeckend, erträgt Kälte. |
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LerchenzungeRobuste Federkohlsorte, winterhart. Dunkelgrüne, fein gekrauste Blätter. |
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Nero di ToscanaDunkelgrüner bis blaugrüner Palmkohl aus der Toscana, einer der dekorativsten Federkohlarten. Kann gut in Töpfen gezogen werden, z.B. zusammen mit Blumen. Im Winter können einzelne frische Blätter geerntet werden. |
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Pak ChoiVerwandt mit dem Chinakohl, eine der wenigen Kohlarten, die auch roh gegessen werden können. Sehr milder Geschmack, grüner Teil der Blätter eher spinatähnlich. Gut geeignet für Wok Gerichte, da er sehr kurz gebraten werden kann. Robust und problemlos, frühe Ernte, beginnt aber relativ rasch zu schiessen. |
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Pentland BrigMächtiger, bis 1 m hoher Federkohl mit leicht gekrausten Blättern. Die Blätter können den ganzen Winter über geerntet werden. Bildet später Seitenschosse, die wie Broccoli zubereitet werden können. Unten die in Töpfen überwinterten und so von Hasen geschützten Pflanzen, die im Frühling zwecks Nachzucht wieder ausgepflanzt werden. |
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Red WinterFederkohl / Blattkohl mit eichblatt-ähnlichen, glatten Blättern und sehr schöner, auffallender Färbung: Blaugrüne Blätter mit lila Adern. Ausgezeichneter Geschmack! |
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Sibirischer WildkohlBrassica napus var. pabularia. Der sibirische Wildkohl sollte eigentlich in verschiedenen Varianten auftreten, mit glatten oder gekrausten Blättern und in unterschiedlichen Farbtönen. Im ersten Anbau sahen jedoch zunächst alle 10 Pflanzen gleich aus. Später entwickelten sich daraus zwei unterschiedliche Ausprägungen: ca. 1.50 m hohe Pflanzen mit glatten Blättern, und kleinere mit gekrausten Blättern. Alle jedoch grün, keine blauen oder roten Färbungen. |
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Meerkohl |
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Lily WhiteCrambe maritima. Mehrjährige Kohlpflanze, deren junge Sprossen ab dem zweiten Jahr geerntet und wie Spargel zubereitet werden können. Blätter graugrün. Die Pflanze trägt dekorative, weisse Blüten, aus denen jedoch nur wenige Einzelschötchen mit je einem Samenkorn entstehen. |
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Rosenkohl |
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Long Island ImprovedDie einst am weitesten verbreitete Rosenkohlsorte in USA, heute kaum mehr zu finden. Robuste Rosenkohlsorte mit gutem Geschmack und gutem Ertrag, bildet sehr hohe Pflanzen. |
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Petit Posy Mix F1Recht ansprechende neuere Züchtung aus England, eine Kreuzung zwischen Federkohl und Rosenkohl. Bildet nicht geschlossene Knospen wie Rosenkohl, sondern offene "Rosen". Geschmack gut, wie Rosenkohl. Wenn die Röschen sorgfältig gekocht werden, behalten sie ihre dekorative Form. |
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RubineEine rote Rosenkohlsorte, etwas uneinheitlich, bildet sowohl niedere kompakte Pflanzen, als auch hohe mit weit auseinander stehenden Röschen. Für Weiterzucht nur rein violette Pflanzen wählen, fällt sehr schnell in die grüne Form zurück. |
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Rot- & Weisskohl, Spitzkohl |
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FilderkrautDie allerbeste Sorte für selbst gemachtes Sauerkraut. Das Kraut wird fein, mildwürzig und ganz leicht hellgrün. Spitze Köpfe, teilweise sehr gross und fest, Sorte aber nicht ganz einheitlich. Köpfe können gut gelagert werden. Ursprünglich aus der Filderebene bei Stuttgart. |
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January KingAuch Savoy January King, sehr alte Sorte aus victorianischer Zeit. Sehr winterhart, wird im späten Frühjahr ausgesät (Ende Mai / Anfang Juni). Bildet kleinere, dicht geschlossene Köpfe mit blaugrünen, rot überhauchten Blättern. Vorausgesetzt es sind keine Wildhasen und Rehe in der Gegend, kann bis Anfang Februar geerntet werden. Sehr feiner Geschmack! |
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Kalibos ?Sorte entspricht nicht, Original-Saatgut ist offenbar verkreuzt. Sollte ein roter Spitzkohl sein, eine alte Sorte aus Osteuropa. |
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Red DanishAlte Sorte von 1889. Runder Rotkohl mit sehr festen Köpfen, gut lagerfähig. |
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Wirsing |
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Chou frisé de PontoisePSR bezog diese Sorte 1998 von der Genbank Changins VD. Sie wurde im 19 Jh. im Gebiet Pontoise F für den Pariser Markt angebaut, um 1879 in der Schweiz (Angaben PSR). Späte Sorte für höhere Lagen. Blätter teilweise mit weissen oder leicht lila gefärbten Adern und Rändern. |
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Markstammkohl & Futterkohl |
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Den ersten Markstammkohl entdeckte ich im Buch "Heirloom Vegetable Gardening" von William Woys Weaver. So ganz glaubte ich nicht, was ich hier sah und las, nichts desto trotz schaute ich mich um nach dieser Art von Kohl. Die unten beschriebenen Sorten dienten früher hauptsächlich als Viehfutter, sind jedoch durch ihre Grösse und Aussehen auch sehr dekorativ. Das Mark des Stammes ist zart wie junge Kohlrabi, schmeckt auch so, und kann wie diese zubereitet werden. Junge Schösslinge können wie Broccoli verwendet werden. |
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Kale KestrelAuch Chou Moellier.
Eine sehr alte Sorte der grossen und robusten, stämmigen Futterpflanzen,
schnellwachsend und sehr beliebt beim Vieh. Wird 1 - 1.50 m hoch und
hat einen Durchmesser von 10 - 15 cm. |
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Ostfriesische PalmeEin eher zierlicher Markstammkohl mit leicht gekrausten Blättern, sehr dekorativ. Wurde in Deutschland als Viehfutter verwendet, junge Blättchen und das Mark des Stammes sind jedoch essbar. Wird gut einen Meter hoch. |
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Pelzer MagstammPfälzer Markstamm. Grosser Futterkohl mit dickem Stamm und ausladenden Blättern. 2009 zunächst etwas kärglich, aber war hier allgemein ein schlechtes Kohljahr. Im Herbst legten die Pflanzen dann nochmal kräftig zu. |
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TausendkopfGrosser Markstammkohl, über 1 m hoch, mit grossen, gelappten Blättern. Ursprünglich aus Frankreich, wurde vor 1900 als Viehfutter verwendet. Winterhart, junge Blütenschösslinge können im Frühjahr wie Broccoli zubereitet werden. Der Kohl bildet unzählige Seitensprossen ("Köpfe"), daher wohl der Name. |
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Walking Stick CabbageAuch Jersey Cow Cabbage, wurde als Viehfutter verwendet. Pflanzen werden im ersten Jahr bis 2 m, im zweiten Jahr bis 3 m hoch, erfrieren jedoch teilweise in harten Wintern. Sie sollten aufgebunden werden. Verholzender Stengel kann nach dem Trocknen als Spazierstock verwendet werden. Die einzige Sorte, die dank ihrer Höhe auch bei 1 m Schnee von den Wildhasen verschont bleibt. |
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Zierkohl |
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ZierkohlEine etwas altmodische Gartenzierde für den Herbst und Winter, ursprünglich aus dem Federkohl entwickelt und essbar. Meist grün - weiss - lila gefärbt mit unterschiedlichen Blattformen. Unten kombiniert mit Tagetes Orange Gem. |
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Kohlrabi |
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White ViennaFrühe Sorte mit hellgrünen Knollen. Die Sorte ergibt vereinzelt Knollen, die der Urform der Kohlrabis, dem Strunkkohlrabi ähneln (hohe, langgezogene Form). Diese sind sehr zart und schmackhaft. |
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